Marder auf dem Dachboden – Was kann man tun?

veröffentlicht am 7. März 2015 in Marder Dachboden, Ratgeber von

Hast Du einen Marder auf dem Dachboden? Wenn Du morgens und abends Krabbelgeräusche vom Dachboden hörst, solltest Du vielleicht einmal einen Blick auf den Dachboden werfen. Da der Marder nicht ständig da ist, bleibt die Anwesenheit des Steinmarders häufig lange unbemerkt. Findest Du jedoch auf dem Dachboden Marderspuren wie Kot und Urin oder auch Aas-Reste, hast Du einen Marder auf dem Dachboden. In diesem Fall solltest Du den Marder vertreiben bevor die Marder-Jungen auf dem Dachboden geboren werden.

Typische Spuren für Marder auf dem Dachboden

Wenn Du von oben durch Krabbel- und Kratzgeräusche bemerkst, solltest Du den Dachboden einmal genau unter die Lupe nehmen. In der Regel wirst Du Kotspuren finden oder auch Aas-Reste. Achte auf Tunnelgänge in der Dachisolierung. Ein Marder sucht sich immer mehrere Ein- und Ausgänge, durch die er schnell wieder fliehen kann, wenn Gefahr droht.

Marder sind – wie Katzen – reinliche Tiere. Neben dem Schlafplatz des Marders hat er in der Regel auch eine Speisekammer mit Beutevorräten (in der Regel Aas) und eine Toilette.

Welche Schäden verursacht ein Marder auf dem Dachboden?

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Problematisch ist, dass der regelmäßige Urin irgendwann den Boden oder die Verkleidung schädigen kann und es nach unten dringt. Hierdurch wird die Bausubstanz geschädigt. Durch die Tunnelgänge in der Isolierung wird diese geschädigt und verliert ihre Wirkung.  Zusätzlich entwickeln sich natürlich Gestank und im schlimmsten Fall ein zusätzlicher Befall von Maden, Fliegen, etc. Neben der Geruchsbelästigung können Marder auch Krankheiten wie die Tollwut übertragen.

Je nachdem wie Dein Dachboden ausgestattet ist, kann es zu weiteren Gefährdungen kommen. Wenn dort Strom- oder Antennenkabel liegen, kann er diese anbeißen und für Störungen sorgen. Hast Du eine Solarhermie- oder Solaranlage auf dem Dach? In der Regel werden die Leitungen ebenfalls durch den Dachboden geführt und sind dann schnell ein gefundenes „Spielzeug“ für den Marder.

Wie kommt der Marder auf den Dachboden?

Der Marder ist ein guter Kletterer und sehr geschickt. Bereits kleinste Maueröffnungen oder Lüftungsschlitze in größe einer Faust reichen ihm aus, um in das innere zu schlüpfen. Häufig gibt es auch lose Dachpfannen oder Bleischürzen, die er hochdrücken kann.

Daher solltest Du Dein Dach nicht nur von innen, sondern auch von außen untersuchen um diese Öffnungen zu finden. Häufig sieht man die Spuren der Krallen oder Fellbüschel, wenn er irgendwo hängen bleibt. Verschließe die Öffnungen sorgfältig mit Beton, Holz oder Stacheldraht und lasse den Marder nicht mehr rein. Bedenke dabei, dass er nicht nur einen Ein- und Ausgang hat. Suche daher gründlich.

Damit der Marder zunächst einmal an das Dach heran kommt, muss er klettern. Daher untersuche zusätzlich die Regenfallrohre auf die typischen Kratzspuren. Auch Bäume, Vordächer und andere hohe Dinge, kann er zum klettern nutzen. Ein Marder kann übrigens bis zu zwei Meter weit springen.

Wenn der Marder es erst einmal an das Regenfallrohr und die Dachrinne geschafft hat, kann er auch unter den Dachpfannen ins Innere schlüpfen. Eine wirkungsvolle Methode, wie man das verhindern kann, besteht mit sogenannten Dachrinnenbürsten. Der Marder kann auf der Bürste nur sehr schwer laufen und es ist für ihn unangenehm. Also bricht er häufig den Versuch ab. Weiter Informationen zur Dachrinnenbürste finden Sie übrigens hier…

Der Marder muss raus!

Wenn Du einen Marder auf dem Dachboden hast und diesen loswerden willst, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Mit Ultraschallgeräten oder Vergrämungsmitteln kannst Du den Marder vertreiben. Eine Übersicht an hilfreichen Geräten finden Sie übrigens in unserer Bestenliste. Wenn alles nichts hilft kannst Du den Marder fangen und woanders aussetzen.

Achte jedoch darauf, dass Du den Marder vor dem Monat März vertreibst. Es können sonst bereits Marderjunge zur Welt gekommen sein. Wenn Du dann den Marder erfolgreich vertreiben, hast Du noch die Marderjungen auf dem Dachboden die dann qualvoll sterben.

Hilfreiche Produkte gegen einen Marder auf dem Dachboden

* am 21.07.2017 um 13:55 Uhr aktualisiert

* am 19.07.2017 um 15:20 Uhr aktualisiert

 

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3 Kommentare

[…] Marder auf dem Dachboden kann einem in der Nacht schon den Schlaf rauben. Aber man hört nicht nur den Lärm vom Dach. Der […]

 

[…] wir bereits wissen ist es am Sinnvollsten, dem Marder die Zugänge zum Dach zu verschließen. Das ist die effektivste Methode um wieder Herr über seinen eigenen Dachboden zu werden. Wenn der […]

 

[…] Da der Marder eigentlich nur in der Dunkelheit aktiv ist, spielen ihm Herbst und Winter in die Hände. Er hat länger die Möglichkeit auf die Jagd zu gehen, bzw. unsere Autos und Dachböden zu beschädigen. Auf Grund des großen Jagdrevieres kann es jedoch vorkommen, dass er für einige Zeit nicht auf Ihrem Dachboden ist. Er wechselt häufiger mal sein Quartier. Problematisch ist, dass er überall seine Vorräte hält, die sich im ganzen Haus bemerkbar machen. […]