veröffentlicht am 28. Juni 2015 in Marder fangen, Marderabwehr von

Sie haben alles versucht und wollen den Marder nun endgültig vertreiben. Eine Möglichkeit ist, den Marder zu fangen und anschließend woanders auszusetzen. Hierfür benötigen Sie eine Marderfalle. Wir schauen uns in diesem Beitrag einmal an, worauf Sie bei einer Marderfalle achten sollten.

Eine Marderfalle sollte grundsätzlich stabil und robust sein, damit sich der Marder nicht gleich wieder befreien kann. Durchgesetzt haben sich hierbei zwei Fallen-Arten, die Kastenfallen und die Drahtgitterfallen. Beide haben Ihre Vorzüge, wobei die Drahtgitterfallen etwas günstiger als die Kastenfallen sind. Vom Preis her liegt eine gute Marderfalle zwischen knapp 30 und bis zu 100 Euro.

Wichtige Punkte, die Sie beachten:

  • Eine Marderfalle muss ausreichend groß sein, damit Sie den Marder nicht quälen. Ein ausgewachsener Steinmarder hat einen Körper von bis zu 55 cm. Hinzu kommt dann noch der Schwanz von bis zu 30 cm. Eine Marderfalle sollte daher mindestens 80cm oder besser 100 cm lang sein.
  • Ein Marder ist von Natur aus misstrauisch und wird die Falle zunächst untersuchen. Achten Sie daher darauf, dass die Falle nicht durch ein einfaches Rütteln ausgelöst wird.
  • In den Monaten März und April sollten Sie auf das Fangen von Mardern verzichten. In der Zeit werden die Jungtiere aufgezogen. Wenn Sie die Mardermutter fangen, haben Sie vielleicht auf dem Dachboden Marderjungen die dort dann elendig verenden.
  • Die Landesjagdgesetze sind je nach Bundesland geregelt. Erkundigen Sie sich vor der Marderjagd nach den entsprechenden Regelungen.
  • Die Jagdgesetze schreiben vor, dass eine Marderfalle zweimal am Tag überprüft werden muss (früh und spät). Somit müssen die Tiere nicht zu lange in der Falle eingesperrt bleiben. Der Steinmarder als nachtaktives Tier, wird vermutlich nachts in die Falle tappen.

Die Kastenfalle

Kastenfallen sind aus stabilen und haltbaren Material gefertigt. Somit können sie auch der Witterung stand halten und über viele Jahre genutzt werden. Neben dem Marder kann man mit einer Kastenfalle auch andere Tierarten fangen.

Der Köder für den Marder lässt sich gut in einer Kastenfalle auslegen. Dank der vielen Klappen kann man den Fallen-Fang gut entnehmen. Die Belüftung für den Marder ist über vergitterte Sichtluken möglich. Durch diese kann man gleichzeitig überprüfen ob ein Marder in die Falle gegangen ist.

Die Drahtgitterfalle

Eine Drahtgitterfalle eignet sich gut für die Marderjagd, da der Marder den Köder direkt sehen kann. Er muss nicht in einen dunklen Kasten hinein. Der Preis ist abhängig von der Größe, vom verwendeten Material und von der Anzahl der Eingänge.

Was machen Sie, wenn Sie einen Marder gefangen haben?

Wenn Ihnen der Marder in die Marderfalle gegangen ist können Sie diesen entweder dem zuständigen Förster übergeben oder diesen woanders aussetzen. Da das Revier des Marder sehr groß ist, müssen Sie hierfür jedoch mindestens 60 Kilometer entfernt sein, wenn Sie ihn wieder aussetzen.

Sie dürfen jedoch nicht die Falle einfach wegwerfen und den Marder dort drinnen verenden.

Wenn Sie Ihr Haus erfolgreich vom Marder befreit haben, sollten Sie auch Maßnahmen ergreifen, damit nicht ein neuer Marder das Revier übernimmt.

 

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