Marder vergiften – Achte auf Artenschutz und Jagdrecht!

veröffentlicht am 3. März 2015 in Marder töten von

Darf man einen Marder vergiften? Zugegeben, so ein Marder ist ganz schön fies, wenn er im Auto Schläuche und Kabel anfrisst. Aber auch von Deinem Dachboden kennst Du den Marder mit Sicherheit. Schon kleinste, undichte Stellen im Dach genügen und Du hast sehr schnell einen ungebetenen Gast auf dem Dachboden. Da er nachts einen Höllenlärm verursachen kann, sind viele Anwohner schnell mit den Nerven am Ende und wollen das Tier loswerden. Vielleicht kommt Dir der Gedanke daran, den Marder einfach zu vergiften. Doch ob das erlaubt ist, sehen wir uns hier einmal näher an.

In diesem Beitrag werden wir uns die folgenden Punkte näher ansehen:

Artenschutz oder Jagdrecht?

Sehr häufig hört man davon, dass ein Marder unter Arten- oder Naturschutz steht. Das trifft auch auf einige Marderarten zu. Doch die Marderart, die sehr häufig in unseren Breitengraden ihr Unwesen treibt, ist der Steinmarder. Der Steinmarder unterliegt nicht dem Artenschutz, aber dafür dem Jagdrecht. Daher darfst Du nur selbst den Marder erlegen, wenn Du über einen Jagdschein verfügen. Aber auch dann darfst Du keinen Marder vergiften.

Mit Jagdschein kannst Du nicht einfach machen was Du willst. Es gibt Schonzeiten für die Jungtiere, die unbedingt zu beachten sind. Und selbst wenn Du einen Marder tötest, indem Du den Marder vergiftest, ist das häufig kein dauerhafter Erfolg. Das freigewordene Marderrevier wird sehr schnell von anderen Mardern übernommen. Das Spiel beginnt dann wieder von vorn.

Vergräme den Marder

© inna_astakhova – Fotolia.com

Ein Marder hat einen anderen Lebensrhytmus als der Mensch. Wenn wir nachts schlafen wollen, ist er aktiv. Du hörst dann Lauf und Fressgeräusche auf dem Dachboden. Tagsüber schläft er in der Regel auf dem Dachboden. In der Dämmerung geht er auf die Jagd.

Statt den Marder vergiften zu wollen und das Revier somit für einen neuen Marder freizugeben, solltest Du ihn lieber vergrämen. Hierfür machst Du ihm den Dachboden und alle anderen Verstecke, die Du kontrollieren kannst, einfach unattraktiv. Hierfür stehen Dir Marderscheuchen mit Ultraschall oder Elektroschocks und Marderspray zur Verfügung. Damit kannst Du Deinem Untermieter seinen Unterschlupf unattraktiv machen.

Anschließend dicht machen

Wenn Du den Marder auf dem Dachboden nicht mehr hören kannst, solltest Du den Dachboden sorgfältig abdichten. Vergewissere Dich unbedingt vorher, dass der Marder wirklich weg ist. Wenn er noch da ist und Du dichtest den Dachboden ab, hast Du einen eingeschlossenen Marder. Das macht ihn wütend und verzweifelt, so dass er in seiner Panik sehr große Schäden anrichten kann.

Die möglichen Zugänge zu Deinem Dachboden verschließt Du sorgfältig mit Maschendraht, Holz oder anderem Material. Prüfe dann von außen alle Hilfsmittel, die der Marder zum Klettern nutzen kann. Das könnten Bäume, Dachrinnen oder Anbauten sein. Versehe diese Kletterhilfen mit einer glatten Absperrung. Somit kann er nicht mehr an den Dachboden heran kommen.

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Achte auf die Schonzeit

In der Zeit von März bis Juni ziehen die Marderweibchen ihre Jungen groß. Hierfür nisten sie sich an geschützten Orten ein. Das könnte zum Beispiel auch Dein Dachboden sein.

Wenn Du nun in dieser Zeit den Marder vergiftest, oder ihn vertreibst und den Dachboden abdichtest, hast Du die Mutter ausgesperrt und die Marderjungen noch immer auf dem Dachboden. In der Regel kann man diese nicht so ohne weiteres selbst finden und sie würden sterben. Das hätte dann einen extremen Verwesungsgeruch zur Folge und zieht möglicherweise noch mehr Schädlinge an.

Daher solltest Du in der Zeit von März bis Juni nicht gegen die Marder vorgehen. Somit kann der Nachwuchs überleben und anschließend erfolgreich vertrieben werden. Aber auf keinen Fall darfst Du einen Marder vergiften.

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2 Kommentare

Ist dieses Gesetz für Deutschland oder Österreich gültig? Oder beide Länder? Und wie schaut es mit der Verwendung eines Luftdruckgewehres aus? Auch ohne Jagdschein?

 

Hallo,
beide Länder haben hier eine sehr ähnliche Rechtsprechung. Je nach Bundesland gibt es dann noch einmal weitere Unterscheidungen. Ohne Jagdschein geht es aber nicht. Die genauen Bedingungen wird Ihnen mit Sicherheit Ihr zuständiges Jagd- oder Forstamt nennen können.
Gruß

 
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